Faul und fett

Mai 15, 2012

Vorhin habe ich zu Maurice gesagt, dass wir jetzt eigentlich unsere Mission “leben wie Amerikaner” erfüllt haben und eigentlich nach Deutschland zurück ziehen könnten.
Wir haben nämlich das letzte Tabu gebrochen. Also UNSER letztes Tabu. Ich habe heute etwas getan, was ich immer als SEHR verachtensswert angesehen habe und mir graust ein ganz kleines bisschen vor mir selbst. Aber nur ein ganz kleines bisschen, denn eigentlich war das schon geil.
Und eigentlich finde ich, dass die Tatsache, dass ich damit 2 Jahre gewartet habe, schon auch was wert ist…

Aber von vorne… Ich bin mal wieder krank, welch Überraschung. Seit vorletztem Wochenende kämpfe ich mit Husten, Halsweh, Kopf- und Zahnschmerzen (aufgrund der verstopften Nebenhöhlen) und ich schwitze als wär ich schon mitten drin in der Dingenspause. Also wirklich kein schönes Bild, ich kann’s Euch sagen. Seit gestern ist es besser, aber bis das ganz vorbei ist, werden noch ein paar Tage ins Land gehen.
Unpraktischerweise habe ich auch noch den Göttergatten angesteckt und er liegt nun ebenfalls seit Ende letzter Woche flach. Wir leiden also gemeinsam vor uns hin, husten und schniefen und untersuchen gegenseitig unsere blutunterlaufenen Augen. Alles sehr romantisch.

Hunger haben wir beide nicht so richtig, Lust auf kochen sowieso nicht. Die letzten Tage haben wir uns also mit Äpfeln, Mangos und chinesischem Lieferservice über Wasser gehalten.
Und heute… ja, heute habe ich ES getan!

Ich bin in Jogginghose und Hausschuhen in unsere Garage runter gegangen (praktischerweise ist die Tür zur Garage IN unserem Haus, man muss also nicht mal vor die Eingangstüre treten. Dann habe ich mich ins Auto gesetzt, das Garagentor mit dem automatischen Türöffner geöffnet, bin ca. 300 m zum Carl’s Jr. Drive Through gefahren, habe zwei Burger, eine Pommes und eine Cola bestellt, bin wieder zurück in die Garage, habe das Garagentor geschlossen und bin – immer noch in Jogginghose und Hausschuhen nach oben ins Esszimmer und wir haben ‘zu Mittag’ gegessen.
Ja, es ist verwerflich. Nein, ich werde es nie wieder tun.


Abenteuerliche Abenteuer in der Ost-Bucht

April 24, 2012

Die gute Nachricht zuerst: NOCH wurde uns nicht gekündigt. Unsere Vermieterin scheint ein paar Problemchen zu haben, einen Nachmieter zu finden, der Ihren Mietvorstellungn nachkommen kann/will. Gut für uns, so können wir unser Häuschen noch eine Weile genießen. Aber ganz ehrlich: langsam geht das auch an die Nerven.

Und damit uns das nicht bei der nächsten Wohnung wieder passiert, haben wir einen ganz aberwitzigen Plan gefasst. Wir wagen den nächsten großen Schritt und kaufen uns ein Haus! Aber alleine der Entschluss führt ja noch zu nichts. Da kommt noch viel Arbeit auf uns zu.
Die letzten beiden Wochenenden haben wir bereits mit der Haussuche verbracht und haben mittlerweile unsere preisliche Schmerzgrenze nach oben und unsere Erwartungen (ok, MEINE Erwartungen) nach unten geschraubt.

Manch einer von Euch wird sich nun fragen: “Ja wie? Kommen die jetzt gar nicht mehr nach Deutschland zurück? So war das aber nicht ausgemacht!”
Gemach, hoch geschätzte Teutonen! Hier werden Häuser ge- und verkauft wie gebrauchte Autos. Wir machen das nur aus finanziellen und nestbauerischen Überlegungen. Weniger Steuern zahlen, die Miete in ein eigenes Haus stecken und machen können, was man will hört sich sehr viel besser an als jedes Jahr umziehen zu müssen, weil die Vermieter Amok laufen…
Wir kommen wieder, keine Frage! :-)

Aber zurück zur Haus-Suche…
Wir hatten ursprünglich in Alameda angefangen und unsere Suche aufgrund hoher Preise und mangelnder Objekte dann eher aufs East-Bay-Festland verlagert. Hayward, San Leandro, Oakland, Castro Valley waren da so unsere Hauptziele. Nach zwei Wochenenden stundenlanger Suche in diesen Gebieten haben wir beschlossen, dass wir die Insel einfach nicht verlassen möchten. Hier ist es so schön, so sicher, so nah an allem dran. Und das Klima ist unschlagbar. Wir werden uns also weiter hier umsehen. Einen Realtor haben wir jetzt auch schon fast klar gemacht und die Bankbesuche stehen für diese Woche auf dem Plan. Ich habe noch etwas Angst vor der eigenen Courage, aber langsam gewöhne ich mich doch an den Gedanken und freue mich sogar schon drauf, mal wieder was neues zu erleben.

Woran ich mich aber wirklich noch gewöhnen muss (anfangs blieb mir einfach nur die Spucke weg, mittlerweile betrachte ich diese Erlebnisse unter rein soziologischen Gesichtspunkten): Immobilienmakler reden nicht mit mir. Die ignorieren mich. Wenn ich wegen einer Hausbesichtigung einem Makler auf den AB spreche, ruft mich der nie zurück. Wenn Maurice dasselbe tut, bekommt er innerhalb weniger Stunden freudige Rückrufe. Wenn wir uns ein Haus ansehen, wird Maurice die Hand gegeben, ich hingegen scheine nur als schmückendes Beiwerk empfunden zu werden. Maurice wird nach seinem Einkommen gefragt, nach seinen Zukunftsplänen, seinen Vorstellungen. Ich stehe daneben und kann mich gar nicht genug wundern. Bank-Fuzzis reden übrigens auch nicht mit mir. Gefangen in einem 50er-Jahre-Albtraum, that’s me… :-)


Dramen, Dramen

April 3, 2012

Heute gab es in Oakland mal wieder heftigsten Polizeieinsatz. Polizeihelikopter, SWAT-Teams  und was sonst noch so dazu gehört (z. B. katastrophale Verzögerungen im ÖNV). An die kreisenden Hubschrauber haben wir uns hier schon gewöhnt, da ja letztes Jahr Occupy Oakland nicht weit von der Insel permanent unter Beobachtung aus der Luft stand.

Dieses Mal ging es aber leider nicht um (mehr oder weniger) friedliche Demonstranten.
Schrecklicherweise hat ein Mann in einem College in Oakland mindestens 7 Menschen erschossen und noch mehr verletzt, bevor er dann auf MEINER friedlichen Insel in MEINEM Safeway gestellt wurde. Alles sehr gruselig und auch ein bisschen furchteinflösend. Irgendwie kann man es sich als blauäugiger Mitteleuropäer gar nicht so richtig vorstellen, dass hier Leute mit geladenen Waffen im Supermarkt unterwegs sein könnten. Leute, die auch einfach mal austicken könnten. Da hilft nur eins: nicht dran denken. Genauso, wie man nicht an Erdbeben denkt, die einem ja mit noch viel höherer Wahrscheinlichkeit begegnen können.

Unser persönliches “Drama” (das nach solchen Neuigkeiten natürlich sehr viel von seiner ursprünglichen Dramatik verloren hat): wir müssen uns darauf einstellen, dass wir bald aus unserem wunderschönen Haus raus müssen. Heute war unsere Vermieterin mit drei Maklern zur Hausbesichtigung da und wird uns dann Ende der Woche mitteilen, ob Sie das Haus dieses Jahr noch verkaufen oder mit einer ordentlichen Mieterhöhung weiterhin vermieten will. In beiden Fällen stünde uns ein Auszug bevor. Sehr schade. Aber immerhin: auf zu neuen Abenteuern.
Ich habe mir schon ein paar Häuser rausgesucht, die wir uns in Kürze ansehen werden. Drei davon gleich um die Ecke des oben erwähnten Safeways. Halleuja, ich kauf mir dann doch mal nen Baseballschläger für unter’s Bett…


George

Januar 21, 2012

George ist 92 und ziemlich stur. George ist mein Nachbar. George lebt alleine. Letztes Jahr haben seine beiden Söhne zusammenglegt und ihm einen Treppenlift gekauft, damit er ein kleines bisschen mobiler ist, denn er wohnt im ersten Stock. Er benutzt den Lift zwar nur, um seine Post zu holen, aber “das habe ich den beiden ja nicht auf die Nase binden müssen”, erzählte er mir noch vor Kurzem mit einem Zwinkern.

Georges Frau ist vor 5 Jahren gestorben. Mein anderer Nachbar, Gary, meinte, “die hat ihn ganz gut im Griff gehabt, aber jetzt verwahrlost er schon langsam ein bisschen”. George telefoniert jeden Tag mit Elaine, die in San Francisco lebt und auch so etwa in seinem Alter ist. Die beiden habe eine Telefonbeziehung und passen auf einander auf, rufen sich jeden Tag an und wünschen einander eine gute Nacht. Manchmal vergisst George, Elaine anzurufen und dann bekomme ich einen aufgeregten Anruf von ihr. Ich gehe dann rüber zu ihm, klopfe und klingele so lange, bis er die Türe öffnet. Meistens schaut er mich verschlafen an und kann die ganze Aufregung gar nicht verstehen. George schläft viel.

Heute war es anders. Schon bei Elaines Anruf bekam ich ein komisches Gefühl. Als ich dann vor seiner Tür stand, lag dort sein “Essen auf Rädern” im Regen. Er bekommt die Lieferung nur Montag-Donnerstag. Das Essen war also von gestern. Auf mein Klingeln hin machte niemand auf. Die Wohnung war dunkel, nichts regte sich. Nachdem ich bei ein paar Nachbarn geklingelt hatte und sich herausstellte, dass ausgerechnet die Nachbarin, die seinen Schlüssel hat, gerade im Urlaub ist, rief ich die Polizei an.

Kurz darauf standen zwei Polizeiautos vor meiner Türe. Die Officer waren wenig begeistert. Sie kannten George schon. Nach einigem hin- und her waren sie dann aber doch bereit, die Türe einzutreten. Ich habe noch nie gesehen, wie eine Türe eingetreten wird. Gary und ich standen unten auf der Straße, hörten es krachen und bekamen beide ein sehr laues Gefühl im Magen. Wir versuchten es mit ein paar Witzen, um die Stimmung aufzulockern, aber ließen das auch bald wieder bleiben. Mir war irgendwie zum Heulen zumute. Dann kam einer der Officer zu uns und teilte uns mit, dass es George so weit gut gehe. Er sei nur so schwach, dass er nicht mehr aufstehen könne. Die Feuerwehr und der Krankenwagen trafen kurz darauf mit großem Getöse und Getute in unserer kleinen Straße ein.

Wegen des Treppenlifts konnten die Sanitäter George nicht mit der Trage aus der Wohnung bekommen, die Feuerwehr musste mit zupacken. Ich wollte dabei aber nicht mehr zusehen und bin wieder nach hause gegangen.
Gerade wird George vor meinem Fenster in einen Krankenwagen geladen. Ich hoffe, ich sehe ihn wieder…


Thanks, yo!

Dezember 1, 2011

Uaaaaaah… nach einer kurzen Arbeitspause und einem wirklich sehr schönen Thanksgiving sitze ich nun wieder in der South Bay in meinem temporären Büro und habe heute so gar keinen Drive. Mir gegenüber sitzt eine Kollegin aus der französischen Schweiz, die auch nicht viel motivierter zu sein scheint als ich. Na, das kann ja heiter werden. Wir testen nach wie vor beide die Benutzeroberfläche einer Software für ein medizinisches Diagnosegerät. Eigentlich spannend, manchmal aber auch sehr öde.

Am Wetter kann das Motivationsloch eigentlich nicht liegen. Heute Morgen auf dem Herweg war es zwar recht neblig und dadurch lief der Verkehr auch sehr zäh (Kalifornier können bei schlecht(er)em Wetter nicht Auto fahren könnte man meinen), aber nun ist die Sonne raus gekommen und blendet mich schon fast in meinem Nicht-Cubicle. Ha, während die kleinen Lohnsklaven hier alle in ihren Kästchen sitzen, haben die Schweizerin und ich nämlich ein richtig schönes Zweierbüro mit Fenster. Consultant muss man sein!
Überhaupt… Herbst in Northern California: golden, sonnig, warm, herrlich! Eigentlich das perfekte Reisewetter. Die Touristen haben sich verzogen, die Hotels und Mietwagen sind wieder günstiger. Ich kann es Euch nur empfehlen…

Ach ja… Thanksgiving. Ein Fest der ersten Male: ich habe meinen ersten Truthahn zubereitet, dazu Stuffing und Cranberry-Sauce. Alles noch nie ausprobiert, alles gelungen. Unsere Gäste haben jede Menge Leckereien mitgebracht, so dass wir ein richtig festliches Buffet aufbauen konnten…

Thanksgiving 2011

Thanksgiving 2011

Thanksgiving 2011

Wir haben zum allerersten Mal unseren offenen Kamin angeworfen.
Das erste Mal habe ich meinen Geburtstag wissentlich an Thanksgiving gefeiert (es kursieren ja Gerüchte, dass meine Mutter nach meiner Geburt damals von amerikanischen Freunden Turkey-Reste ins Krankenhaus gebracht bekam), das erste Mal habe ich an meinem Geburtstag Bang! gespielt :-) Es gab kein Tischgebet und wir haben auch nicht reihum verkündet, wofür wir dankbar sind – wie man das ja oft in kitschigen Filmen sieht.
Aber Euch kann ich es ja verraten: ich bin dankbar für diese ganze Erfahrung hier, unsere neuen und alten Freunde, unsere Familien und den besten aller Ehemänner, der dieses Jahr zwar vergessen hat, in meine Geburtstagskarte was reinzuschreiben, das aber immerhin unter Androhung fürchterlicher Strafen mittlerweile nachgeholt hat. Heimlich. Und hoffentlich mit einem schlechten Gewissen :-)

Nun steht schon wieder das nächste “Feschtle”bevor und auch da wird es einige erste Male geben. Das erste Mal Weihnachten zu zweit und ohne Familie feiern, den ersten Weihnachtsbaum kaufen (haben wir tatsächlich noch nie getan!), das erste Weihnachtskonzert vom schwulen Männerchor besuchen..


Die dümmsten Bauern…

September 11, 2011

Also gleich vorab: unsere Kartoffeln waren ziemlich mickrig, dafür waren es viele.

Wir haben zwar nicht so einen schönen “Strebergarten” wie unsere Schatzis Petra und Günter in München ;-) , aber auch bei uns auf den Terrassen ist zur Zeit große Ernte angesagt. Die erste Kartoffelernte ging schon vor ein paar Wochen über die Bühne, heute hat sich Maurice dann der Kräuter und Frühlingszwiebel erbarmt, verwelkte Stengel ausgegraben und neues angesät.

Die Bohnen sind leider nichts geworden und unsere einzige, wunderschöne Bananenpepperoni hat uns eins der hier kreuchenden und fleuchenden Mistviecher gemopst. Um welche Spezies es sich beim Gemüsedieb genau handelt konnte leider noch nicht ermittelt werden. Ich tippe auf Eichhörnchen, diverse große Vögel kämen auch in Frage. Die Schildkröten und Enten haben wir gleich ausgeschlossen, die kommen wahrscheinlich die Wendeltreppe auf die obere Terrasse nicht hoch.
Ich hoffe ja immer noch, den Dieb in Flagranti zu erwischen. Der klaut nämlich auch mit schöner Regelmäßigkeit unsere heiligen Kirschtomaten der Sorte SUPER SWEET 100. Bisher haben wir noch keine einzige selber gegessen, denn sobald eine rot und reif am Strauch hängt und wir sagen: “morgen wird geerntet”, kommen nachts die Verbrecher und berauben uns. Sauerei!

Kraeutergarten

Der heilige Kräutergarten im umfunktionierten Schuhregal – ‘vertical garden’ nennt man sowas unter Experten.

Kartoffeln

Echte deutsche Kartoffeln! Die Setzlinge hat Muttern ins Land geschmuggelt ;-)

Tomaten

Nicht genug für einen Insalata Caprese :-(

Kraeuter

Die heutige Kräuterausbeute! Man beachte die Frühlingszwiebeln auf der rechten Seite. Mein schlauer Mann meinte, er hätte die wohl “zu weit oben abgeschnitten”. jaja… und dann wundern, dass ich mich lachkrampfend am Boden wälze. Er hat anschließend übrigens die Reste noch ausgegraben…


S(n)hake, Rattle & Roll

August 25, 2011

Welches Thema wäre wohl besser geeignet, um meine Blog-Abstinenz zu beenden? Worum es geht? Genau! Um Erdbeben!

Gestern gab es ja ein größeres an der Ostküste, das einigen Schaden an Gebäuden angerichtet hat, aber bei dem Gott sei Dank kaum jemand verletzt wurde. Ich war ja schon leicht neidisch, weil ich seit einem guten Jahr darauf warte, mal etwas zu spüren. Und prompt gab es dann auch hier am Abend ein Beben. Es hatte zwar lediglich eine Stärke von 3,9, aber da das Epizentrum nur 10 Meilen von unserem Haus entfernt lag, hat es doch ganz schön gerummst. Der Kronleuchter hat auch angefangen zu schaukeln. Gruselig! Wir sind also nun erdbebentechnisch entjungfert. Wegen mir hätte das auch durchaus gereicht. Und was passiert? Heute Vormittag kam gleich der nächste Knaller. Diesmal saß ich auf meinem Bürostuhl und der bewegte sich plötzlich ganz von alleine. Stärke: 3,5. Ich hoffe mal, dass das keine Vorboten von was Größerem waren. Ich habe mich vorsichtshalber gleich mal für die nächste Erdbeben-Schulung beim örtlichen Fire Department angemeldet. Better safe than sorry!

Was gibt es sonst noch neues? Hm… wir leben so vor uns hin. Nichts weltbewegendes (außer, dass sich eben manchmal der Boden bewegt…). Momentan versuchen wir, Amerikaner für europäische Brettspiele zu begeistern (hier ‘Eurogames’ genannt). Ich werde bei Gelegenheit mal davon berichten, ob das von Erfolg gekrönt ist. Maurice sucht außerdem noch nach Schafkopfspielern, aber ich fürchte, das kann er sich abschminken.
Unsere sozialen Kontakte sind natürlich bei weitem noch nicht so umfangreich wie in München. Manchmal nervt das ein bisschen, meistens kommen wir klar.
Noch gleichen wir das sehr schön damit aus, dass wir mehr alleine unternehmen, wandern gehen, ins Kino, auf Flohmärkte, neue Restaurants ausprobieren etc. (wobei sich für letzteres auch immer öfter ein paar Eingeborene finden, die mitkommen… Amis und essen halt).

Besonders das Wandern hat es uns sehr angetan. Hier in der Bay Area gibt es aber auch SO viele Möglichkeiten. 5 Minuten Autofahrt und wir können am Strand meilenweit laufen. 15 Minuten in die andere Richtung und wir können uns durch die Wanderpfade der Oakland Hills schlagen. Noch warte ich auf meine erste Begegnung mit einer Klapperschlange. Muss aber nicht sein. Wobei ich kürzlich gelesen habe, dass größtenteils 18-25jährige alkoholisierte Männer von Klapperschlangen gebissen werden. Das hat mich dann wieder beruhigt ;-)

Ach ja… ich bin mal wieder etwas malad, liege hier so rum und kuriere eine Grippe aus, die mich am Wochenende aus dem Hinterhalt angefallen hat. So eine richtig fiese Kopf-Hals-Gliederschmerzen-Grippe mit Fieber und mieser Laune. Heute war zumindest das Fieber schon mal weg, die Stimme leider gleich mit. Mal schaun, wann die wiederkommt. Ich könnte ja nicht mal schreien, wenn’s wieder bebt (oder mich eine Klapperschlange beisst).


Freiheit!

Juni 9, 2011

my new friend!


Feiern wie ein Kalifornier

Juni 1, 2011

Der Mann gehört jetzt offiziell zur Fraktion der Midlife Crisis-Gefärdeten. Am Sonntag hat er endgültig die Schallmauer durchbrochen und wir haben angemessen feiern müssen.

Schön war es! Aber natürlich kein Vergleich zu den rauschenden Festen in Giesing! Aber wir arbeiten dran. Der große Tisch hat jedenfalls viel Potential und wird hoffentlich noch einige Partys und Dinnergelage sehen.

Maurice' birthday party

Im Übrigen war Sonntag der erste Tag seit längerer Zeit, an dem wir von morgens bis abends strahlenden Sonnenschein hatten und sommerliche Temperaturen herrschten. Der erste und letzte Tag, denn gestern war es schon wieder bedeckt und heute hat es geregnet. Irgendwie alles verkehrt… Hitzewelle in Deutschland und Schnee in Kalifornien. Was soll das denn?

Wir hatten bei der Partyplanung total übersehen, dass das Wochenende ein langes war (am Montag war Memorial Day) und daher waren leider viele Leute unterwegs und konnten nicht dabei sein. Aber dafür war unsere kleine Gruppe um so lustiger.
Wir haben den neuen Gasgrill angeworfen und uns alle kugelrund gefuttert. Als hätten sie sich abgesprochen, hatten die meisten Gäste deutsches Bier dabei, so dass wir jetzt auf geschätzten 50 Flaschen sitzen. Das schreit nach einer neuen Grillparty… wer ist dabei?


Man spricht Deutsch

Mai 17, 2011

Ich finde es ja immer wieder interessant, wie viele Leute hier Deutsch sprechen – oder zumindest so viel Deutsch verstehen, dass sie uns richtig einordnen können. Die meisten Leute, die uns ansprechen, waren irgendwann einmal in Deutschland stationiert oder hatten eine deutsche Großmutter (oder einen deutschen Schäferhund :-) ). Den Vogel hat aber kürzlich ein japanischer Sushi-Meister abgeschossen, bei dem wir es uns an der Bar gemütlich gemacht hatten. Wärend er unser Essen zubereitete belauschte er uns schamlos und erzählte dann von seiner Kindheit in Bremerhafen ‘während des kalten Kriegs’. Sachen gibt’s…


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