Die Spannung steigt

Februar 26, 2012

Der Februar war bisher ja schon ziemlich spannend (die Schwiegertiger waren gut zwei Wochen zu Besuch und wir haben recht viel unternommen), aber es gibt doch immer noch eine Steigerung. Weiiiiil… ich bin nämlich zur Zeit in Los Angeles und bereite mich gerade seelisch auf die Oscars morgen vor. Also die Verleihung der Acadamy Awards, wenn man es ganz genau nimmt. Das hatte ich ja eigentlich letztes Jahr schon vor, die amerikanischen Viren haben mir aber damals leider einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Dieses Jahr hat soweit alles gut geklappt. Ich wohne in West Hollywood in einem kleinen Häuschen und hüte Katze und Fisch von Mark und Miki. Die sind nämlich gerade an der Ostküste und frieren sich was ab. Ich hingegen habe mir gestern bei 27 Grad hier einen leichten Sonnenstich geholt. “West coast, best coast” sag ich da nur ;-)

Angekommen bin ich schon Dienstag Abend, von SF hier nach LA sind es tatsächlich nur 6 Stunden Autofahrt – durch unglaublich abwechslungsreiche Landschaften (gefühlte 5 Stunden davon fährt man nämlich nur an Obstplantagen vorbei). Ich musste die Strecke aber nicht alleine zurücklegen, denn ich hatte mir über craigslist eine Mitfahrerin gesucht. Unterhaltung UND Spritbeteiligung UND Umweltschutz. Wow!

Hollywood

Und nun mache ich schon seit drei Tagen die City of Angels unsicher und hab eine Menge Spaß dabei. Ich treibe mich viel im Kodak Theater rum und fotografiere die Oscar-Vorbereitungen (dank Presse-Akkreditierung darf ich überall rein), habe mir von den bayerischen Schnuckels Kurt und Andi schon die halbe Stadt zeigen lassen, war bei den Watts Towers und auf dem Legenden-Friedhof Forever Hollywood und kenne West-Hollywood mittlerweile fast schon wie meine Westentasche. Doch, macht richtig Spaß hier

Kodak theater

…hier sind die Jungs noch eingepackt.

Der hier zeigt seinen Prachthintern aber schon in vollem Glanze…

Oscar

… und die Herren von der Presse stehen wie immer mitten im Bild.

Mal schaun, wie sich die Sache morgen entwickelt. Ich glaube, der schwierigste Part wird sein, so nah wie möglich an das Kodak-Theater ran zu kommen, um meinen Kram nicht so weit schleppen zu müssen. Da halb Hollywood abgesperrt ist, wird das sicher hoch interessant.

Ach ja… Jessica Alba habe ich auch schon getroffen. Immerhin die erste Promi-Sichtung hier in der Stadt. Morgen sollte sich das aber noch steigern lassen.

Jessica Alba


Es hat sich ausgeweihnachtet und -geneujahrt

Januar 26, 2012

Eigentlich, ja eigentlich… schreibt man am 25. Januar nicht mehr über Christbäume, Weihnachtsferien und Silvesterfeiern. Eigentlich.
Aber uneigentlich komme ich fast nicht drum rum.

Christmas Tree

Kurzversion: Weihnachten war beschaulich und streckenweise fad, aber da es sich um unser erstes Weihnachten ganz alleine in einem fernen Land handelte, war es doch auch etwas besonderes. Wir haben nach guter deutscher Tradition am Heiligabend gefeiert mit Entenbraten, Knödeln und einem weißblauen Weihnachtsbaum und die Weihnachtsfeiertage Computer reparierend und mit Besuch aus Los Angeles verbracht.
Mit dem sind wir dann unter anderem auf der berühmten Christmas-Tree-Lane in Alameda spazieren gegangen. Alle Bewohner dieser Straße (bis auf ein oder zwei Häuser macht jeder mit) machen zu Weihnachten ein Faß auf und schmücken die komplette Straße – Häuser, Vorgärten…

Christmas Tree Lane Alameda

Christmas Tree Lane Alameda

Christmas Tree Lane Alameda

Christmas Tree Lane Alameda

Silvester war dann wieder ne andere Sache. Also irgendwie ist das hier alles gaaaaaaanz anders. So ohne Feuerwerk und Fondue-Gelage. Wer feiern will, geht auf eine teure Party, wem’s egal ist, der bleibt zuhause und sieht fern. So zumindest mein Eindruck.

Wir wollten ursprünglich eigentlich nach Las Vegas fliegen und Silvester ordentlich Geld erzocken. Aber beim Blick auf unser Konto und der Aussicht auf einen Hawaii-Urlaub im Frühjahr haben wir es uns dann doch anders überlegt (weil das mit dem Geld ERzocken seltener klappt als das VER zocken) und uns für einen kurzen Roadtrip entschieden. Mein Freund Mark gab uns den Tipp, doch mal zur Central Coast zu fahren. Das sei die Gegend, die noch am ehesten als ‘klassisch kalifornisch’ bezeichnet werden kann. Gutes Wetter, freundliche Leute, spanische Architektur, easy living.

Ein Hotelzimmer war schnell gebucht und auf dem Weg nach San Luis Obispo machten wir Halt beim Hearst Castle. Das ist eigentlich (und schon wieder sind wir beim eigentlich…) ein ziemlicher Touristennepp. ABER: wunderschön! Der unglaublich reiche Zeitungsverleger und Kunstsammler William Hearst hat sich hier in den 20er-40er Jahren einen Traum verwirklicht und mit der Architektin Julia Morgan zusammen diese Anlagen mit atemberaubendem Blick auf den Pazifik gebaut. Und zwar genau auf halbem Weg zwischen Los Angeles und San Francisco. In den 30er Jahren war das ‘Schloss’ ein beliebter Treffpunkt für die High Society aus Hollywood.
Hier trafen sich Leute wie Clark Gable und Charlie Chaplin zu rauschenden Partys und entspannten Tagen am Pool. Ich habe fleißig Bilder gemacht und möchte Euch die natürlich nicht vorenthalten…

Hearst Castle

Hearst Castle

Hearst Castle

Hearst Castle

Hearst Castle

Hearst Castle

Den Silvestertag selber haben wir dann damit verbracht, erst auf einen Hügel zu steigen…

Morro Bay

Morro Bay

… und dann haben wir uns von einem ortsansässigen Touristen-Guide das Städtchen zeigen lassen. Der war prima, wußte unglaublich viel und hat uns jede Menge spannender Geschichten über die Entstehung der Missions, den Eisenbahnbau und einen der berühmtesten Chinesen Kaliforniens erzählt. Batman war auch in der Stadt…

Bat Mobile

Er ist aber ne ziemliche Schlampe…

Bat Mobile

Abends dann das Higlight, eine Silvestervorstellung im Great American Melodrama & Vaudeville in Oceano. Was ein Spaß! Die Show war super, das Buffet sehr amerikanisch (Steak und Bohnen) und jeder schien jeden zu kennen. Wir konnten von den Einheimischen erfahren, dass der Besuch des Theaters hier seit über 30 Jahren eine beliebte Silvester-Tradition ist.

The Great American Melodrama and Vaudeville, Oceano

Um Mitternacht gab es Sekt und Konfetti und der Herr W. machte mal wieder dicke Backen…

Maurice

…und dann war die Sache auch schon vorbei.

Der alljährliche weihnachtliche Familienwahnsinn und die silvesterliche Straßenschlacht auf der Isarbrücke haben uns natürlich schon etwas gefehlt, aber wir hatten auch so eine schöne Zeit und uns auch kaum in die Haare gekriegt :-)

Und zum Schluss noch: vielen vielen Dank für die vielen netten Mails und die Weihanachtskarten! Ich beantworte das alles noch nach und nach. Versprochen! Jetzt mache ich allerdings erstmal eine Weile Mailpause, morgen kommen nämlich meine Schwiegereltern an und die werden mich die nächsten zweieinhalb Wochen sicher ganz schön auf Trab halten!


Hollywood ist verdammt weit weg

Februar 27, 2011

Wäre alles reibungslos verlaufen, wäre ich heute im sonnigen Los Angeles (ok, 14° C ist auch nicht SO kalifornisch warm) mitten im Oscar-Gewühle und würde nach Filmstars Ausschau halten! Eigentlich hätte ich nämlich meinem Lieblings-Fotografen Kurt bei der Veranstaltung als ‘Messenger’ unter die Arme greifen dürfen. Aber leider bin ich viel zu vernünftig und habe letzte Woche schweren Herzens absagen müssen, um mich ganz auszukurieren und meinen Mann zu pflegen ;-)

Und so kommt es also, dass ich an einem Sonntag Morgen um 7 Uhr an meinem Rechner sitze und Steuerunterlagen sortiere, statt mit Brad Pitt zu flirten. Was sagt uns das? Ich werde echt alt…


Berlin, Berlin, wir fahren nach…

August 24, 2009

OK, here is the deal (frei nach Kathy Griffin): ‘Alexa unterwegs in NYC’ ist ja leider Gottes nun überholt. Und damit ich dieses Blog nicht dem Erdboden gleich machen muss, habe ich es kurzerhand umbenannt in ‘Alexa unterwegs’. Schlau, ne?

Und wenn alles so läuft, wie ich mir das vorstelle, werde ich bald wieder mehr unterwegs sein. Erstmal Berlin (quasi Hochzeitsreise kombiniert mit Übersetzerkonferenz), dann Chicago (Greencard-Aktivierung, Leute treffen und Tourikram), dann… Ich werde jedenfalls berichten.
Tipps bezüglich der touristischen Freizeitgestaltung in beiden Städten sind jederzeit willkommen.

Die Umzugspläne nach Amerika sind noch immer aktuell. Wenn also jemand einen tollen Job für einen im Sabbatical befindlichen Elektrotechnik-Ingenieur/Hardware-Designer in einer noch tolleren amerikanischen Stadt hat: her damit! Am liebsten an einer der beiden Küsten.


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