New Yorker sind nett

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Für mich hat sich das grummlige und unfreundliche Image der New Yorker bisher nicht bestätigt. Ganz im Gegenteil. Da wird man schon mal freundlich von einem Einheimischen aus der falschen U-Bahn gezerrt (jaja…) oder man kommt in irgendeiner Warteschlange nett ins Gespräch. Und Schlangen gibt es hier einige.

Gestern bin ich ja umgezogen. Erst hat mich meine Ex-Vermieterin zum Frühstück eingeladen, dann hat sie mir mit den Monsterkofern geholfen – immerhin ist sie 71. Sie liess es sich auch nicht nehmen, im Taxi zu meiner neuen Adresse mitzufahren, um sicherzugehen, dass keiner meiner Koffer weg kommt. Ich war da ja eher weniger besorgt. Wer klaut schon einen 25-Kilo-Koffer? Da stand ich dann also mit meinen zwei Monstern vor dem neuen Haus – der Taxifahrer hatte mir noch ein freundliches ‚have fun with carrying them up to the fourth floor… haha‘ zugeworfen und war verschwunden – als ein freundlicher dunkelhäutiger Mann mit bank polierten Schuhen auftauchte und sich als Hilfe anbot. Wer bin ich denn, dass ich da ablehne? Noch dazu, wenn er mir BEIDE Koffer hochträgt, ohne zu murren und mich dann nur ein kleines bißchen bekehren will und mir Infomaterial über seine Kirche auf der anderen Seite der Straße da lässt? Da er sich weigerte, mein Geld anzunehmen, habe ich eben 5$ für die Kollekte springen lassen und wir waren beide glücklich.

Abends rief dann meine Ex-Vermieterin an, um sicherzustellen, dass ich noch lebte und mich der böse schwarze Mann nicht ausgeraubt oder mir sonstiges angetan hatte.

Ich sag doch: wirklich nett, die New Yorker!

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