Konfuze sagt…

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Ich bin heute gar nicht fit. Mein Kopf tut weh, ich habe keine Energie. Eine der Margaritas gestern Abend war wohl schlecht. Oder es liegt am Wetter. Klar, MUSS am Wetter liegen. Heute sind immerhin nur 18 Grad (am Sonntag werden es angeblich wieder 32) und mein Kreislauf mag diese schnellen Wetterumschwünge gar nicht… das wird es sein…

Also, ich hatte auf jeden Fall beschlossen, es heute seeeehr langsam angehen zu lassen. So am besten mit nix tun. Mal die 200 Kabelkanäle austesten. Ist ja mal drin, es steht auch kein dringender Job an. Habe mir also ein Lunch-Special von meinem Lieblingsasiaten bestellt. Shrimps, snow peas (Zuckerschoten) und braunen Reis. Freundlicherweise haben die mir neben den zwei obligatorischen Teebeuteln auch noch zwei Glückskekse beigelegt.

Konfuze sagt:

  • Don’t put off till tomorrow what can be enjoyed today.

und

  • Never stop. One always stops as soon as something is about to happen.

Gut, ich sehe das als Wink mit dem göttlichen Zaunpfahl. Ich drehe jetzt erstmal eine Runde durch den Central Park, fahre dann ins Village und schaue weiter. Ist ja gut!

Don’t be a whore, do it in four!

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Endlich, endlich habe ich es geschafft. Hat ja auch nur zwei Monate gedauert. Ich war beim Anti-Slam von Rev. Jen. Danke für den Tipp, Patrick und Rosy!

Der Titel bezieht sich übrigens auf die Bühnenzeit, die jedem Teilnehmer zusteht. Sechs Minuten, dann klingelt der Wecker. Gnadenlos. Bei manchen Performern wäre es einem allerdings lieber, es wäre nach vier Minuten alles vorbei.

Die Location – das Hinterzimmer von Mo Pitkin’s House of Satisfaction – war gerammelt voll. Was ich nicht wusste war, dass fast JEDER der Anwesenden auch auf die Bühne ging. Es wurde also ein langer Abend. Uns war recht schnell klar, dass sich hier alle schon lange kannten, dementsprechend wurden wir auch teilweise misstrauisch beäugt.

Die Performances waren sehr gemischt, teils ausgesprochen gut, teils mit ‚Häh?‘-Faktor. Auf jeden Fall ziemlich drogengeschwängert… was es nicht weiter verwunderlich machte, wenn einer erotischen Schleiertänzerin mal die Möpse aus dem selbstgehäkelten Kostüm hüpften, oder ein Standup Comedian sich für mindestens drei seiner sechs Minuten Bühnenzeit hinter dem Vorhang versteckte, weil er den Text vergessen hatte.

Die Highlights? Eine Britpop-Combo aus London, deren Namen ich vergessen habe (irgendwas mit Arch?), ‚Big Mike‘, der sich bis auf die Unterhose auszog, um mit seiner hochschwangeren Bühnenpartnerin einen Dialog über seine polyamourösen Abenteuer zu führen und Nick Zedd, der von seinen Erlebnissen mit Online-Bekanntschaften erzählte und erklärte, warum er weder Bono noch den Dalai Lama leiden kann.

Vor Rob Shapiro hatte ich fast Angst. Holy Shit, der Mann ist intense.

Rev Jen selbst ist eine außerirdische Erscheinung. Mit ihren Mr.-Spock-Ohren, dem ultrakurzen Röckchen und ihrem Chihuahua Rev. Jen Junior (oder JJ), der gerne auf den Tischen herumspaziert und auch mal einen Performer anbellt, wenn es ihm zu lange dauert. Ich nehme Rev. Jen übrigens nicht ab, dass sie eine 30something ist. No way! Aber vielleicht sind es ja auch die Drogen (und genau deswegen wurde ich kürzlich mal wieder auf 20 geschätzt).