Bored on the 4th of July

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Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht mehr, warum ich unbedingt am 4. Juli in New York sein wollte. Feiertag, Menschenmassen, Paraden, Feuerwerk? Alles gar nicht soooo spannend.
Darum haben wir uns auch eine Auszeit gegönnt und haben hauptsächlich Koffer gepackt und gegammelt. So ein etwas langsamerer Tag tut auch mal ganz gut.

Abends konnten wir uns dann doch aufraffen und sind nach Williamsburg rüber gefahren, um uns von dort aus das Feuerwerk anzusehen. Es hatte den ganzen Tag immer wieder geregnet und in dem Moment, als wir an der Bedford Avenue die U-Bahn-Station verließen, fing es wieder richtig an.
Aber der Blick auf das dreifarbig (rot, blau, weiß) angeleuchtete Empire State Building und das Feuerwerk, das jedes Jahr von Macy’s, dem laut Werbung größten Kaufhaus der Welt, gesponsert wird war es wert, sich nasse Füsse zu holen.

Meine Kamera eignet sich ja leider gar nicht für Nachtaufnahmen, aber zumindest ein paar Filmchen vom Feuerwerk sind was geworden.

Wir waren übrigens nicht die einzigen, die auf die glorreiche Idee kamen, das Feuerwerk von der Brooklyn-Seite aus anzusehen:

Zurück in Manhattan machten wir uns dann auf die Suche nach a) einer Toilette und b) einem alkoholischen Getränk. Die Sache mit den Toiletten gestaltet sich ja zunehmend schwierig. In Williamsburg waren wir z.B. noch kurz ein Falafel essen und der Besitzer der Bude hatte in weiser Voraussicht der Menschenmassen kurzerhand ein ‚out of order‘-Schild an seinem Örtchen befestigt. Das machen die Budenbesitzer hier übrigens gerne. Wenn niemand die Toilette benutzt, muss man sie auch nicht putzen…
Na, jedenfalls war zurück in Manhattan das Bedürfnis schon recht groß. Mal kurz rein in Wendy’s… Toilette geschlossen (war wahrscheinlich auch schon geputzt und die wollten nicht nochmal aufsperren). Weiter vom Union Square aus Richtung Westen: Bars und Diners geschlossen (Feiertag!). Da erzähl mir nochmal einer was von der ‚Stadt, die niemals schläft‘.
Zu guter Letzt strandeten wir dann mal wieder im Puck Fair, unserer fast-schon-Stammkneipe in Nolita. Hier konnte das Verlangen nach den Punkten a) und b) ausreichend gestillt werden.

4 Gedanken zu “Bored on the 4th of July

  1. Alexa

    Ha! Diese Stadt ist wirklich kleiner als man denkt. Abgesehen davon, dass ich nie meinen Mango Margarita bekommen habe, fand ich das Puck Fair ausgesprochen entspannend. Nette Musik und Menschen. Das mit den Fish-n-Chips hätte ich wissen sollen… habe nur nen Mini-Hamburger gegessen.

    Ich war ja eigentlich noch nie eine großartige Biertrinkerin, aber in NYC habe ich dann doch gemerkt, dass das amerikanische Bier und ich niemals Freunde werden. Besonders das superbittere Zeug der Brooklyn Brewery ist ja sowas von grausam. Da kann ich Deinen Hang zur Schneiderweisse gut nachvollziehen.

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