Jetlag

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Halbzeit. Mal wieder.
Und ich kämpfe immer noch mit dem Jetlag. Doof, weil ich wahrscheinlich, sobald ich mich an die Zeitumstellung gewöhnt habe, wieder in München bin und mich zurückgewöhnen muss.
Schlimm ist es nicht, nur unbequem. Ab 20 Uhr fallen mir die Augen zu, dafür bin ich morgens um 5 hellwach. Immerhin kann ich die Morgenstunden nutzen, um von unserem Panorama-Wohnzimmerfenster im 15. Stock aus zuzusehen, wie es draußen hell wird und die Stadt langsam aufwacht. Auch schön.

Schöne Sonnenauf- und untergänge gab es leider nur die ersten paar Tage. Da war das Wetter noch sommerlich. Seit dem Wochenende ist hier schlagartig der Herbst eingekehrt und die Windy City macht ihrem Namen alle Ehre (den hat sie zwar wegen der Korruption und nicht wegen dem Wetter, passt aber so auch ganz gut).

Durch meine schlagartig einsetzende Abendmüdigkeit (ich vermute ja auch, dass das tägliche stundenlange durch-die-Stadt-Laufen kräftig dazu beiträgt) haben wir vom Nachtleben auch noch nicht allzu viel mitbekommen. Als Min Hee noch da war, haben wir eine später Theatervorstellung in einem Improv-Theater besucht. Das war es dann aber auch schon. Normalerweise wird der Tag nach einem ausgedehnten Abendessen beendet.

Gestatten, Herr und Frau Immigrant

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Weil es schon Beschwerden wegen mangelnden Blogeinträgen gab: wir sind gut angekommen!

Mit den Visa-Formalitäten hat am Tag unserer Ankunft alles wunderbar geklappt, wir sollten die Greencards in wenigen Monaten in Händen halten. Bis dahin reicht das Visum im Reisepass aus, um hier zu leben und zu arbeiten.

Am Donnerstag kam Besuch aus New York, meine Freundin Min Hee ist bis Sonntag Früh hier, daher geben wir uns zur Zeit die volle Touri-Breitseite. Gestern Sightseeing im und um den Millenium Park und abends for free ins Chicago Art Institute, heute eine Tour mit einem Chicago Greeter durch die Viertel Old Town (der ersten deutschen Siedlung hier) und Gold Coast und abends noch Theater in Lincoln Park. Es ist mächstig was los!
Morgen sind Touren durch Chinatown, Bucktown und Wicker Park geplant und am Sonntag wird entspannt. Ich melde mich nächste Woche nochmal.

(Wir haben übrigens auch schon unseren ersten Ausflug ins feindliche Gang-Land hinter uns. Gleich am ersten Tag und total unbedarft. War natürlich Maurice‘ Schuld! ;-))

Zwischen den Reisen

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Der Kongress war sehr interessant und hat mir doch einen ziemlichen Motivationsschub gegeben, mich ein bisschen umzuorientieren. Fakt ist einfach, dass ich zwar sehr viele Aufträge habe, aber ich doch an der Verdienstschraube noch etwas drehen will/muss. Mein Job ist ja keine Beschäftigungstherapie.
Gerade in Hinblick auf den amerikanischen Markt muss ich da doch einiges ändern, mich vielleicht auch noch ein bisschen weiterbilden…
Es bleibt auf jeden Fall spannend.

Berlin war toll! Trotz doofer S-Bahn und leichter Kränkelei meinerseits. Wir haben erstaunlich viel gesehen, obwohl ich ja tagsüber immer blockiert war.
Wir werden bestimmt bald wiederkommen und dann die München-Flüchtlinge besuchen 😉

Und die nächste Reise?
Übermorgen geht es schon wieder weiter nach Chicago. Eigentlich sollten das zwei geruhsame Wochen werden, aber ich habe natürlich schon wieder einen umfangreichen Aktivitätsplan aufgestellt. Mal schaun, ab wann Maurice anfängt zu maulen (selber Schuld, wenn er die Planerei immer mir überlässt).

Wir Kinder vom Tiergarten

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Mann, so richtig hautnah erlebt habe ich Berlin tatsächlich zuletzt vor 20 Jahren! Im Herbst 1989 auf einer Klassenfahrt der 10. Klasse meines Gymnasiums. Toll war das damals mit 16 in Kreuzberg… fast ohne erwachsene Aufsicht durch Berlin zu ziehen, alles so groß und dreckig und gruselig schön. Wir hatten natürlich Wir Kinder vom Bahnhof Zoo gelesen und waren dementsprechend beeindruckt.

Dann kam der Mauerfall und ich war eine ganze Weile nicht mehr hier, Ende der 90er nur noch beruflich, tageweise während der New-Economy-Zeit. Mal schnell nen Flieger nach Berlin genommen, mit den Agenturfuzzis konferiert, wieder nach hause. Maximal eine Nacht und russisch Essen gehen am Prenzlauer Berg – mit ostdeutschen Programmierern.

Und nun? Mit Mann und Laptop(s) am Tiergarten. Schön, anders. Heute nach Ankunft in Tegel haben wir uns wegen des S-Bahn-Chaos erstmal ein Taxi genommen. Frei nach ‚Ich will nicht nach Dachau‘ hat uns der orientalische Taxler quer durch die Stadt kutschiert, bis wir dann gemerkt haben, dass wir da gar nicht hin wollten. Immerhin eine schöne Sightseeing-Tour durchs Konsulatsviertel 🙂
Die Unterkunft ist toll und sehr relaxt. Beim Anblick des 30 qm-Megazimmers mit geschätzten 4-5 Metern Deckenhöhe wollte ich erstmal gleich nach Berlin ziehen. Der Vermieter winkte aber ab. Er hätte sich auch erst einige Jahr ‚hochdienen‘ müssen, bis er so eine Wohnung ergattern konnte. Also nicht alles in Berlin ist groß, schön und bezahlbar.

Monbijoupark Berlin

Spreepromenade am Monbijoupark mit Fernsehturm.