Sport ist Mord

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Ja, es ist 2 Uhr morgens – ja, ich sitze noch am Rechner. Wohlgemerkt: ich SITZE. Liegen geht nämlich im Moment so gar nicht. Und das kam so… gestern bin ich nach Berkeley gefahren (nettes Städtchen übrigens, etwas abseits, habe 2 Stunden mit diversen öffentlichen Verkehrsmitteln gebraucht) und habe 60 Dollar bezahlt für einen Yoga-Workshop, bei dem ich die erste Übung mitgemacht und dann drei Stunden lang versucht habe, eine Stellung zu finden, bei der ich nicht laut schreien musste. Was war passiert? Ich tippe mal auf Rücken verzogen. Die Yoga-Guru-Frau meinte was von ‚psychischen Spannungen‘. Nachdem auch Handauflegen und Arnika-Kügelchen so gar nichts brachten und mein Rücken immer krummer wurde, hat sich eine der Anwesenden erbarmt und mich nach Hause gefahren. Dankbarkeit kann meine Gefühle gegenüber dieser Frau nicht mal annähernd beschreiben. Überhaupt: wieder mal alle sehr freundlich. Jetzt habe ich immerhin Yoga-Freundinnen, die mich für einen Waschlappen halten. Naja… die Fahrt zurück über die Bay Bridge ging jedenfalls viel schneller…

Und mein Lieblingskrankenpfleger geht (gezwungenermaßen) wieder voll und ganz in seiner Rolle auf – er hat aber auch wirklich genug Übung 😉

Fast wie zuhause

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Bezeichnenderweise is für mich München immer noch ‚zuhause‘. Ich denke, das wird sich ändern, sobald wir mal eine eigene Wohnung haben und unsere eigenen Sachen um uns rum. So schön das Nomadenleben auch ist, ‚dahoam‘ ‚daheim‘ ist es halt doch nicht.

Um das heimische Gefühl ein bisschen zu verstärken, haben wir uns letzte Woche in die hiesige Nerd-Szene geworfen und unsere erste Nerd Nite San Francisco besucht. Die Münchner Nerd Nite ist ja mittlerweile schon ein Jahr alt, hier war es erst das dritte Mal, dass sich kalifornische Nerds im Rickshaw Stop trafen, um sich Vorträge über interessante und skurrile Themen anzuhören.
Die Themen? Spaceship Navigation, Roboter (einsetzbar als Barkeeper und Unterhaltungssphären beim Burning Man) und Bärte. Letzteres war besonders erheiternd, da es sich beim Vortragenden um einen amtierenden Bart-Weltmeister handelte, der sogar die Jungs von ZZ Top vor Neid erblassen lässt.

Ansatzheimisch fühle ich mich mittlerweile auch in meinem neuen Büro, den Sandbox Suites im Mission District. Unsere Kemenate in der Hans-Sachs-Strasse ist zwar so schnell nicht zu ersetzen (und meine Lieblingsbürogenossin Rosy auch nicht!), aber es macht mir trotzdem recht viel Spaß hier. Ich habe mir eine 10er-Karte gekauft (für 10 ganze oder 20 halbe Tage) und kann reinschauen wann ich will, zahle also nur dann, wenn ich auch hier bin. Es ist immer irgendwo ein Tisch frei, die Atmosphäre ist locker und doch geschäftig und die Leute sehr nett und offen. Jede Woche gibt es verschiedene Veranstaltungen vom Kafeekränzchen bis zum Vortrag und wenn man mal keine Lust auf Arbeit hat, kann man sich in der Lounge mit einem Kaffee stärken und in den Zeitschriften blättern, die überall ausliegen. Coworking at its best!

Frozen on the 4th of July

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Irgendwie will man doch immer das, was man gerade nicht hat, oder? In New York habe ich jeden Juli über das heiße und feuchte Klima gebitcht. Und nu? Bitche ich halt über die Kälte und den eisigen Wind. Es ist aber auch wirklich hart. 4th of July Feuerwerk mit Pudelmütze. Und das in Kalifornien.
Und der Clou: wir hatten die allerbesten Plätze in der gesamten Bay (auf dem Dach des San Francisco Art Institute) und vom Feuerwerk war immer nur die untere Hälfte zu sehen. Warum? Wegen der dichten Nebelschwaden üben der Bay. Gab aber teilweise interessante Atompilz-Effekte.

Langsam füllt sich das Dach des San Francisco Art Institute

Es nebelt sehr

Telegraph Hill mit dem Coit Tower, sehr malerisch

Kurz, bevor es los geht (nein, ich habe nichts getrunken)

Kawumm!

Wäschegeschichten die 125ste

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Hiermit wäre der Beweis erbracht, dass nicht nur Europäer in den USA ein Problem mit der Wäsche haben. Unsere Vermieter, die sich zur Zeit auf einem Riesentrip durch Europa befinden, haben da auch schon so Ihre Erfahrungen gemacht.

Wir sind übrigens Ihrer Wäschereiempfehlung gefolgt und lassen jetzt auch von der süßen kleinen Asiatin bei Marina Cleaners waschen. Luxus pur! (Für mich Luxus, für Maurice harte Arbeit. Er muss nämlich die Wäsche über zwei Hügel zur Wäscherei schleppen und auch wieder abholen. Da brauchste keinen Workout mehr…)

Ich bezahle mit meinem guten Namen

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Woran man erkennt, wie lange jemand schon im Land ist? Am Inhalt seiner Brieftasche!
Nach genau einem Monat bin ich bereits ’stolze‘ Besitzerin von 9 (!) Kunden- und Kreditkarten etc.
Das nimmt langsam überhand…