Sauerkraut und Pressack

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Das Deutschtum treibt lustige Blüten. Und bei mir geht’s mal wieder nur ums Essen…

Neulich waren wir in einem kleinen deutschen Laden im Noe Valley, in dem es  heißbegehrte teutonische Lebensmitteln gibt: Vollkornbrot, Leberwurst, Quark, Limburger, Milka, Maggi-Kartoffelknödel, Marzipan… alles inklusive Hintergrund-Schlagergedudel… wir haben uns sehr amüsiert (und eine Dose Mildessa Sauerkraut, bayerischen Pressack, Leberwurst, Milchreis und Nockerlgries gekauft)

German delicacies

Außer uns war noch ein weiterer (amerikanischer) Kunde im Laden, der wohl für eine ‚Oktoberfest-Party‘ eingekauft hat. Der lustige Sepplhut hat ihn verraten 🙂
Jedenfalls fragte er die ältere (deutsche) Verkäuferin nach Oktoberfestmusik. Wir sind dann nicht bis zum Schluß geblieben, aber sie war drauf und dran, ihm Ivan Rebroff anzudrehen.

Sport macht (manchmal) Spaß

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Wir hatten einen super schönen (und sonnigen) Labor Day beim Disc Golf. Ein deutscher Bekannter (der ebenfalls die Greencard gewonnen hat und schon seit 3 Jahren in der Bay Area wohnt) und sein Kumpel hatten uns in den Golden Gate Park mitgenommen, uns die Grundzüge des Spiels gezeigt und anschließend eine Runde durch den Wald getrieben…

Ich hatte ehrlich gesagt vorher noch nie etwas von Disc Golf gehört und fand die Beschreibung der Jungs schon recht seltsam. Eine Mischung aus Frisbee und Golf? Interessant.
Man spielt in kleineren Grüppchen von Station zu Station. Das Ende der Station wird immer von einem Korb gekennzeichnet, den man vom Abschussfeld aus in möglichst wenigen Würfen treffen soll. Immerhin haben wir uns nicht GANZ doof angestellt.

Wir werden uns auf jeden Fall bald eigene Discs zulegen und öfter mal zum Üben gehen. In der Bay Area gibt es einige Disc-Golf-Plätze. Und im Gegensatz zum richtigen Golf ist die Ausrüstung wirklich billig (es bietet sich an, mit drei verschiedenen Frisbees anzufangen, die jeweils so um die 10 Dollar kosten – die Cracks haben natürlich viel mehr). Die Benutzung des Platzes selbst kostet im Golden Gate Park zum Beispiel gar nichts, der Parcours wird von Freiwilligen des San Francisco Disc Golf Club instand gehalten.
Ein Durchgang mit 9 Körben (in dem Parkgebiet gibt es soweit ich weiß 18 Körbe) dauert so zwischen einer und eineinhalb Stunden, das ist auch überschaubar. Alles in allem ist das Ganze schon eher Party als Sport. Es geht gemütlich zu und die meisten Spieler haben eine Flasche Bier dabei und es duftet an allen Ecken nach Selbstgedrehtem. Mei, die Hippies halt 🙂

disc golf

Lustige Begebenheit am Rande: Dieses Jobangebot habe ich am Wegesrand gefunden. Das nenn ich mal Zielgruppenspezifische Suche!

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San Francisco ist gefährlich

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Man hatte uns gewarnt. Aber wie beim Sommer in San Francisco (hey, das ist KALIFORNIEN, wie kalt kann es da im Sommer schon sein???) haben wir die Sache wieder auf die leichte Schulter genommen. Aber mal ernsthaft, wie soll man denn die Aussage ‚Ihr werdet ein paar mal richtig krank sein, bevor Ihr Euch an die Viren hier gewöhnt habt‘ auffassen? Ich habe ja auf Panikmache getippt…
Und nun hat es uns schon wieder erwischt. Wieder gleichzeitig. Diesmal besonders blöd, weil es so ein Magen-Darm-Dingens ist. Unschön. Jetzt ist dann wieder gut, ok?

Abgesehen davon ist alles im grünen Bereich. Das furchtbare Feuer in San Bruno hat uns gottseidank nicht betroffen (vielen Dank für die Mails und Anrufe, ob’s uns denn auch gut geht!)

Futtern wie bei Muttern

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Jawoll, wir hatten tatsächlich schon zwei Mal Übernachtungsbesuch aus München – zwar jedes Mal nur eine Nacht, aber schee war’s scho (Knutscher an Kurt, Tarja und Tiger)!

Sonst hohlen wir uns das heimische Gefühl eher über die Geschmacksknospen. Backwaren spielen da eine ganz große Rolle. So hat sich Maurice gleich am Anfang auf die Mission begeben, das perfekte Brot zu finden, das dem der Hofpfisterei am nächsten kommt. Schwierig, schwierig… aber mittlerweile konnten wir die Suche auf zwei Brotläden einschränken: ACME Bread und Esther’s Bakery. Da gibt es Sauerteigbrote von etwas festerer Konsistenz. Ich bin ja auch mit Roggenknäcke zufrieden – mein geliebtes Wasa und Finncrisp gibt es hier gottseidank auch.

…und dann habe ich in einem kleinen Feinkostladen in der 18th Street auch noch zufällig ein Stück Allgäuer Bio-Limburger gefunden. Da konnte ich natürlich nicht mehr an mich halten und musste Käsespätzle fabrizieren. Die waren durchaus genießbar und die Schwäbin in mir konnte frohlocken!

Kaesespaetzle

Postkartenmotiv

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Was lange währt… hier endlich ein Bild von unserer genialen Aussicht (aufgenommen vom Wohnzimmerfenster aus):

Castro

In natura ist das Panorama aber noch viel, viel imposanter. Ich glaube, ich sollte wirklich mal nen Film davon aufnehmen. Besonders die Abendstimmung ist der Hit, wenn es klar ist, die Lichter im Castro schon angehen und der Himmel türkis leuchtet.

Oft ist das gesamte Tal am Morgen noch unter einer dicken Nebelschicht verborgen. Im Laufe des Tages wird die dann – wie ja schon erwähnt – entweder von der Sonne ‚weggebrannt‘ und der Tag wird wunderschön… oder sie bleibt wo sie ist und der Tag wird… neblig.
In letzter Zeit (genauer gesagt seit uns vergangene Woche unser Münchner Besuch die bayerischen Sonnenstrahlen vorbeigebracht hat) ist es oft ab Mittag super schön. Scheint so, als wäre in San Francisco der Sommer ausgebrochen!

Nachdem ich nach dem letzten Blogbeitrag einige besorgte Nachfragen erhalten habe, ob wir denn nun schon wieder auf dem Rückweg seien… Auch wenn ich mich arg quengelig angehört haben sollte: Wir haben noch nicht aufgegeben! Wäre ja gelacht!

Am Donnerstag steht übrigens endlich unsere praktische Fahrprüfung an. Bitte Daumen drücken! Vielleicht sollte ich das aber auch nicht so an die große Glocke hängen. Wäre ja schon peinlich, wenn einer von uns durchrasseln würde 😀