Feiern wie ein Kalifornier

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Der Mann gehört jetzt offiziell zur Fraktion der Midlife Crisis-Gefärdeten. Am Sonntag hat er endgültig die Schallmauer durchbrochen und wir haben angemessen feiern müssen.

Schön war es! Aber natürlich kein Vergleich zu den rauschenden Festen in Giesing! Aber wir arbeiten dran. Der große Tisch hat jedenfalls viel Potential und wird hoffentlich noch einige Partys und Dinnergelage sehen.

Maurice' birthday party

Im Übrigen war Sonntag der erste Tag seit längerer Zeit, an dem wir von morgens bis abends strahlenden Sonnenschein hatten und sommerliche Temperaturen herrschten. Der erste und letzte Tag, denn gestern war es schon wieder bedeckt und heute hat es geregnet. Irgendwie alles verkehrt… Hitzewelle in Deutschland und Schnee in Kalifornien. Was soll das denn?

Wir hatten bei der Partyplanung total übersehen, dass das Wochenende ein langes war (am Montag war Memorial Day) und daher waren leider viele Leute unterwegs und konnten nicht dabei sein. Aber dafür war unsere kleine Gruppe um so lustiger.
Wir haben den neuen Gasgrill angeworfen und uns alle kugelrund gefuttert. Als hätten sie sich abgesprochen, hatten die meisten Gäste deutsches Bier dabei, so dass wir jetzt auf geschätzten 50 Flaschen sitzen. Das schreit nach einer neuen Grillparty… wer ist dabei?

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Wie Weihnachten!

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Es ist kaum zu glauben, aber wahr… ziemlich genau ein Jahr, nachdem wir in München unsere Sachen eingepackt haben, ist nun der Container in Oakland angekommen. Wer hätte das gedacht?

Wir hatten nicht unseren gesamten Hausstand auf die Reise geschickt, nur einen sogenannten Lifvan voll. Ich glaube, das ist um die 5 Quadratmeter. Die Sachen, die uns folgen sollten, wurden erst mal bei Freunden in der Garage eingelagert, bevor sie dann letzten Dezember von einer Spedition abgeholt und wiederum dort eingelagert wurden. Ende Januar, als das hier mit Maurice‘ Job klar war, haben wir uns dann mit der Spedition in Verbindung gesetzt und unsere Sachen angefordert. Eigentlich sollte das Zeugs dann innerhalb von 6 Wochen da sei. Naja, mein lieber Mann war etwas ‚gschlampert‘ mit dem Papierkram, (das kennen wir ja) und so wurde dann eher mit Ende April gerechnet.
Mitte Mai kam der Container dann letztendlich in den USA an, wurde angeblich von San Francisco über Los Angeles nach Oakland geschippert (?) und lag dann ewig am Zoll.

Und dann… endlich… war es so weit. Letzten Donnerstag konnten wir unseren Kram abholen. Wir haben uns einen Van gemietet und uns frohen Mutes auf den Weg in die Docks von Oakland gemacht.
Und dann wurde es mir doch etwas bange, als ich das Monstrum sah… ob das Eckige wohl in das Runde passt?

lifvan

Die Dockarbeiter waren sehr hilfsbereit und sind sehr viel länger in unserer Nähe geblieben, als notwenig gewesen wäre. Maurice hatte den Verdacht, dass Wetten abgeschlossen wurden, ob wir das wohl hin kriegen.

liftvan

Und ja, zeitweise sah es so aus, als müssten wir ein halbes Bett zurück lassen.

lifvan

Wir haben aber doch alles nach hause gebracht!

Soll ich ganz ehrlich sein? Es ist teilweise schon ganz toll und herzerwärmend, was da beim Auspacken der Kisten so alles zutage kommt. Aber manchmal frage ich mich doch ‚what the f*‘? Was haste Dir denn dabei bloß gedacht? Irgendwie verliert man den Bezug zu den Dingen, wenn man sie ein Jahr lang nicht gesehen und angefasst hat.

Das Schöne ist: ich habe jetzt wieder was anderes anzuziehen als nur Jeans und T-Shirts. Und wir haben unser wunderbares Bett wieder und die Matratzen haben die Reise gut überstanden. Leider hat Maurice unser Bett beim Zusammenbau gleich gekillt. Aber das werden wir auch noch hin kriegen, der Handwerker ist schon aktiviert. Momentan schlafen wir auf den Matratzen ohne Bettgestell. Alles ist besser als Luftmatratze.