Alles hat ein Ende…

Standard

Und schon ist der große Tag wieder vorbei. Das ist alles noch ein bisschen unwirklich.

Um es gleich mal voraus zu schicken: ich habe sie alle gesehen! Die große Meryl Streep, Christopher Plummer, Emma Watson, Nathalie Portman, Michelle Williams, Brad Pitt, Angelina Jolie, George Clooney, Jennifer Lopez und und und..
Leider durfte ich zwar überall hin (also bis 14 Uhr noch auf den roten Teppich, in alle Presseräume usw.), aber so gut wie gar nicht mehr fotografieren. Das war einerseits schade, weil ich doch so gerne etwas vorzuzeigen hätte, auf der anderen Seite konnte ich mich halt mehr aufs SEHEN konzentrieren. Und staunen.
Die Stars sehen aus der Nähe irgendwie ganz anders aus. Die Männer sind größtenteils furchtbar klein, die Frauen super dünn und irre gespachtelt. Auf Fotos sieht das toll aus, in natura eher seltsam.

Der Tag war also echt aufregend, aber auch wirklich lang und ich bin jetzt ziemlich fertig. Aber schlafen ist gerade noch nicht drin. Also erst mal zusammenfassen:

Ich bin um kurz nach 10 schon aufgebrochen, weil mir diese ganze Shuttle-Geschichte ziemlich spanisch vor kam. Man hatte mir erzählt, es sei UNGLAUBLICH viel Verkehr, halb Hollywood sei abgesperrt und die einzige Möglichkeit, rechtzeitig um halb 3 (da wurden die Schotten dicht gemacht) im Kodak Theater zu sein, wäre, auf den Journalisten-Parkplatz zu fahren und von dort aus ein Shuttle zu nehmen, das einen dann einen Block vom Theater entfernt absetzt. Dauer alles in allem so drei Stunden.

Ich also wie gesagt um 10 aus dem Haus und den gähnend leeren Sunset Boulevard runter gefahren. Hm. Noch keiner unterwegs? Das brachte mich dann auf die Idee, mich doch mal etwas näher an die Sache ran zu tasten. Und siehe da: Parkplatz vier Blocks vom Kodak Theater entfernt ergattert. Dauer: eine halbe Stunde. So war ich viel zu früh da, habe aber dadurch total viel von den Vorbereitungen mitbekommen. Erst waren die TV-Stationen auf dem roten Teppich, dann wurden die Fans, die eine Karte für die Tribüne gewonnen hatten, geschminkt und auf den Rängen platziert.

Währenddessen nahmen die Fotografen ihre Plätze ein, um zwei wurde noch mal der Teppich durchgesaugt😉 und ab halb drei die Presseräume geöffnet. Das Journalistenpack verzog sich dann nach oben und das Schaulaufen konnte beginnen.

Meine Aufgabe war, die Speicherkarten meines Fotografen in Empfang zu nehmen und so schnell wie möglich in den Presseraum zum anderen Fotografen zu bringen, damit der mit der Bearbeitung anfangen konnte. Dabei musste ich zwei Sicherheitsschleusen durchqueren, mich jedes Mal halb ausziehen und meine  Taschen leeren. Das ganze habe ich in zwei Stunden fünf mal gemacht. Hinterher war ich fix und fertig🙂
Dabei musste ich auch noch beachten, dass ich als Runner unterwegs (also im Fotografenbereich) nicht stehenbleiben durfte. Doof, wenn man einen Fotografen betreut, der sich nicht losreißen kann. Nach einigen Ehrenrunden habe ich dann einen freundlichen Sicherheitsmenschen, der mich mehrmals ermahnt hatte, wohl so flehend angeschaut, dass er sich erbarmt hat und mich stehen ließ wo ich war. Ergo konnte ich die vorbeiflanierenden Stars aus 3 Meter Entfernung begutachten und auch noch meinen Job erledigen. Ganz ehrlich? Etwa 80% der Leute, die dort so großartig bejubelt wurden, hatte ich noch nie in meinem Leben gesehen. Aber hin- und wieder habe ich doch jemanden erkannt und das war immer super toll!

Richtig klasse wurde es dann allerdings erst, als ich mit der Rennerei fertig war. Da konnte ich mir nämlich im großen Pressesaal einen Platz ergattern (danke, liebe BILD, dass deine Reporter scheinbar was besseres vor hatten) und aus 10 Metern Entfernung zusehen und -hören, wie sich die Oscarpreisträger den Fragen der Journalisten stellten. Was für ein Erlebnis! Ach ja… das Pressebuffet war auch nicht schlecht.

Als alles vorbei war, bin ich über den Sunset wieder nach hause gefahren. Unterwegs vorbei am Chateau Marmont (ich hätte schwören können, dass ich dort Lindsey Lohan in ein Taxi habe steigen sehen), und an der Vanity Fair Party, wo ich gerade noch Emma Watson entschwinden sah, bevor sich der Stau langsam wieder auflöste.

Ja und nu bin ich wieder zu hause und langsam legt sich die Aufregung auch wieder. Ich trinke jetzt noch meinen Tee aus und gehe dann mal langsam schlafen. Morgen ist wieder Arbeit und business as usual angesagt. Und am Mittwoch geht es dann zurück gen nordkalifornische Heimat…

2 Gedanken zu “Alles hat ein Ende…

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s