Dramen, Dramen

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Heute gab es in Oakland mal wieder heftigsten Polizeieinsatz. Polizeihelikopter, SWAT-Teams  und was sonst noch so dazu gehört (z. B. katastrophale Verzögerungen im ÖNV). An die kreisenden Hubschrauber haben wir uns hier schon gewöhnt, da ja letztes Jahr Occupy Oakland nicht weit von der Insel permanent unter Beobachtung aus der Luft stand.

Dieses Mal ging es aber leider nicht um (mehr oder weniger) friedliche Demonstranten.
Schrecklicherweise hat ein Mann in einem College in Oakland mindestens 7 Menschen erschossen und noch mehr verletzt, bevor er dann auf MEINER friedlichen Insel in MEINEM Safeway gestellt wurde. Alles sehr gruselig und auch ein bisschen furchteinflösend. Irgendwie kann man es sich als blauäugiger Mitteleuropäer gar nicht so richtig vorstellen, dass hier Leute mit geladenen Waffen im Supermarkt unterwegs sein könnten. Leute, die auch einfach mal austicken könnten. Da hilft nur eins: nicht dran denken. Genauso, wie man nicht an Erdbeben denkt, die einem ja mit noch viel höherer Wahrscheinlichkeit begegnen können.

Unser persönliches „Drama“ (das nach solchen Neuigkeiten natürlich sehr viel von seiner ursprünglichen Dramatik verloren hat): wir müssen uns darauf einstellen, dass wir bald aus unserem wunderschönen Haus raus müssen. Heute war unsere Vermieterin mit drei Maklern zur Hausbesichtigung da und wird uns dann Ende der Woche mitteilen, ob Sie das Haus dieses Jahr noch verkaufen oder mit einer ordentlichen Mieterhöhung weiterhin vermieten will. In beiden Fällen stünde uns ein Auszug bevor. Sehr schade. Aber immerhin: auf zu neuen Abenteuern.
Ich habe mir schon ein paar Häuser rausgesucht, die wir uns in Kürze ansehen werden. Drei davon gleich um die Ecke des oben erwähnten Safeways. Halleuja, ich kauf mir dann doch mal nen Baseballschläger für unter’s Bett…