Faul und fett

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Vorhin habe ich zu Maurice gesagt, dass wir jetzt eigentlich unsere Mission „leben wie Amerikaner“ erfüllt haben und eigentlich nach Deutschland zurück ziehen könnten.
Wir haben nämlich das letzte Tabu gebrochen. Also UNSER letztes Tabu. Ich habe heute etwas getan, was ich immer als SEHR verachtensswert angesehen habe und mir graust ein ganz kleines bisschen vor mir selbst. Aber nur ein ganz kleines bisschen, denn eigentlich war das schon geil.
Und eigentlich finde ich, dass die Tatsache, dass ich damit 2 Jahre gewartet habe, schon auch was wert ist…

Aber von vorne… Ich bin mal wieder krank, welch Überraschung. Seit vorletztem Wochenende kämpfe ich mit Husten, Halsweh, Kopf- und Zahnschmerzen (aufgrund der verstopften Nebenhöhlen) und ich schwitze als wär ich schon mitten drin in der Dingenspause. Also wirklich kein schönes Bild, ich kann’s Euch sagen. Seit gestern ist es besser, aber bis das ganz vorbei ist, werden noch ein paar Tage ins Land gehen.
Unpraktischerweise habe ich auch noch den Göttergatten angesteckt und er liegt nun ebenfalls seit Ende letzter Woche flach. Wir leiden also gemeinsam vor uns hin, husten und schniefen und untersuchen gegenseitig unsere blutunterlaufenen Augen. Alles sehr romantisch.

Hunger haben wir beide nicht so richtig, Lust auf kochen sowieso nicht. Die letzten Tage haben wir uns also mit Äpfeln, Mangos und chinesischem Lieferservice über Wasser gehalten.
Und heute… ja, heute habe ich ES getan!

Ich bin in Jogginghose und Hausschuhen in unsere Garage runter gegangen (praktischerweise ist die Tür zur Garage IN unserem Haus, man muss also nicht mal vor die Eingangstüre treten. Dann habe ich mich ins Auto gesetzt, das Garagentor mit dem automatischen Türöffner geöffnet, bin ca. 300 m zum Carl’s Jr. Drive Through gefahren, habe zwei Burger, eine Pommes und eine Cola bestellt, bin wieder zurück in die Garage, habe das Garagentor geschlossen und bin – immer noch in Jogginghose und Hausschuhen nach oben ins Esszimmer und wir haben ‚zu Mittag‘ gegessen.
Ja, es ist verwerflich. Nein, ich werde es nie wieder tun.