Service-Land USA

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Wer faul ist, hat es hier leichter als in Deutschland. Und damit meine ich nicht Faulheit á la „ich bin zu faul, arbeiten zu gehen“, denn das ist hier eher schwierig, wenn man ein Dach über dem Kopf und Essen auf dem Tisch haben möchte. Ich meine eher die alltäglichen Sachen.

Dinge wie Auto waschen zum Beispiel. Seit wir in Oakland wohnen habe ich ja einen eigenen Wagen. Gewaschen habe ich den allerdings noch nie selbst. Alle paar Wochen (wenn nicht gerade die große Dürre herrscht), fahre ich beim Autowäscher meines Vertrauens vorbei, dort wird mein Kleiner dann handgebohnert und gesaugt, die Luft wird nachgesehen und bei Bedarf wird Duft im Wageninneren versprüht. Währenddessen sitze ich in der „Lounge“ und labe mich an einem Kaltgetränk, während ich auf einem Großbildfernseher die neueste Soap ansehe. Und das alles für unter 20$. Maurice‘ Hemden werden für 1$ pro Stück gewaschen und gebügelt, manchmal kommt eine Putzfrau fürs Gröbste und meine Fenster habe ich auch noch nie selbst geputzt. Da wir Schiebefenster haben, ist es für mich fast unmöglich, im oberen Stockwerk außen zu putzen, da lasse ich doch gleich alles von der Rundum-Glücklich-Fensterputzfirma machen. Hin- und wieder hilft mir eine nette Mexikanerin im Garten (nein, nicht die Schwiegermutter🙂 und meine Zehennägel werden von einer noch netteren Vietnamesin gefeilt und lackiert. DAS meine ich mit Faulheit.

Manchmal habe ich deswegen ein schlechtes Gewissen, aber meistens finde ich es einfach nur PRIMA! Leider bedeutet das wohl auch, dass ich jetzt im Establishment angekommen bin. Blöd.

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